Das Wort Schamane stammt ürsprünglich von den sibirischen Stämmen der Tungusen und heißt, "wissen". Es bezeichnet eine Person, die eine ganz bestimmte Form spiritueller Kraft besitzt. Schamanen waren Visionäre, Heiler oder das, was man heute vielleicht "spirituelle Heiler" nennt. Schamanismus ist keine Religion, sondern eine kulturübergreifende Form der Wahrnehmung. Schamanen nehmen das Universum ganz anders wahr als andere Menschen. Sie können zwischen materiellen und nichtstofflichen Welten wandern. Sie beherrschen eine Technik um innerhalb dieser Welten tätig zu sein. Der Schamane kann die Krankheitsursache eines Menschen oder Tieres beseitigen. Die Hauptaufgabe eines Schamanen ist es, die spirituellen Voraussetzungen für die Genesung des Patienten zu schaffen. Der Schamane arbeitet nie körperlich und auch nicht psychologisch, sondern spirituell. Er hilft das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Im Schamanismus wird davon ausgegangen, dass alles lebt. Die menschliche Existenz ist nur eine von unzähligen Formen. In allen Formen existiert die Schöpferkraft, egal ob wir Sie Gott, Allah oder Budda nennen, das Odem, der innere Geist des Lebens. Und weil der Geist des Lebens überall derselbe ist, wird davon ausgegangen, dass alles mit allem verbunden ist. So wird auch jede Existenzform, sei es Mensch, Tier, Pflanze oder Stein mit besonderem Respekt behandelt. Der Schamane nutzt seine Visionen als Werkzeug und offenbar funktioniert dieses Werkzeug, hat doch der Schamanismus die letzten 20000 Jahre überstanden. Die Ursprünge reichen minderstens 40000 bis 50000 Jahre zurück.
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